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April 16th, 2014

Volleyball-Talente aus dem Landkreis müssen nach Hamburg

SPORT REGIONAL, by tz.

Leistungsorientierter Sport in Region nicht vorhanden – Niedersächsischer Stützpunkt weit entfernt – Fünf Kreis-Talente genießen Förderung in Metropole

 Die Altländer Jungs Björn Schmitt (Nr. 12, vorn Mitte) und Ole Schwarmann (Nr.2, rechts außen) im Landesliga-Kader des VC Olympia Hamburg.
 

LANDKREIS. Hochklassiger Volleyballsport wird in der Unterelbregion möglicherweise bald nicht mehr zu sehen sein, sollte der TuS Jork, wie es sich abzeichnet, seine Herrenmannschaft aus personellen Gründen aus der Regionalliga zurückziehen oder sie sogar ganz auflösen. Geboten würde dann nur noch sechstklassiger Sport ohne höheren Leistungsanspruch. Kein sonderlicher Anreiz für den Volleyball-Nachwuchs im Landkreis, nach mehr zu streben, wenn Vorbilder für eine stärkere Leistungsorientierung fehlen. Und die entsprechenden Fördermöglichkeiten für junge Talente.

Der nächste Leistungsstützpunkt des niedersächsischen Volleyballverbandes ist weit entfernt. Kein Wunder also, dass sich junge, ehrgeizige Talente aus der Region zwischen Buxtehude und Stade anderswo orientieren – die Metropole Hamburg liegt nahe und ist über die S-Bahn inzwischen gut erreichbar. Besonders attraktiv scheint das Angebot des VC Olympia Hamburg, das jungen Volleyball-Spielerinnen und -spielern mit leistungssportlicher Orientierung die Möglichkeit bietet, zusätzlich zum Training im Stammverein umfassend ausgebildet zu werden. „Unser Ziel ist es, jungen Athletinnen und Athleten den Anschluss an das obere Leistungsniveau im Hallen- sowie Beachvolleyball-Bereich zu ermöglichen“, erklärt der hamburgische Verbandstrainer André Bolten, der mit drei weiteren Kolleg/innen das Stützpunkttraining leitet.

Fünf Jungs aus dem Landkreis Stade haben diese Chance bereits ergriffen: Michel Schlien, Jahrgang 1991, vom TSV Buxtehude-Altkloster hat es über den VCO Hamburg inzwischen bis in die 2. Bundesliga geschafft; mit der SVG Lüneburg hat er sogar die Perspektive, in die 1.Liga aufzusteigen. Finn Schwarmann, Jahrgang 1994, früher TuS Jork, spielt jetzt beim Eimsbütteler TV in der Regionalliga Nord. Der inzwischen 19-jährige VCO-Azubi Kilian Görlich aus Dollern, 2013 gemeinsam mit Schwarmann Hamburger U20-Meister, ist mittlerweile vom ETV wieder zum TSV-Hollern-Twielenfleth (Verbandsliga) zurückgekehrt. Finn Schwarmanns Bruder Ole, Jahrgang ’99, und dessen Jorker Vereinskamerad Björn Schmitt aus Bliedersdorf, geboren 1998, haben es ihm inzwischen nachgemacht und es über den VCO in die Landesauswahl Hamburgs geschafft. Beide wurden vor kurzem mit dem U18-Jugendteam des Eimsbütteler TV Norddeutscher Vizemeister und treten nun bei den Deutschen Titelkämpfen an, die Anfang Mai in Hamburg ausgetragen werden.

In der Altersgruppe U16 schlug Ole Schwarmann mit dem ETV im Endspiel um die norddeutsche Meisterschaft sogar die favorisierten Jungen vom Volleyball-Internat Schwerin und machte damit seine zweite DM-Teilnahme klar. Außerdem wurde er von den anwesenden Trainern zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Wer es dem jungen Ole gleichtun und sich nach zusätzlichen Fördermöglichkeiten erkundigen möchte, kann sich über die Webseite www.vco-hamburg.de oder beim Hamburger Volleyball-Verband unter 040/41 908 240 informieren.   (tz)

Stader Tageblatt vom 16.04.2014

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