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Februar 14th, 2017

Die Trainerin bleibt gelassen

SPORT REGIONAL, by tz.

Den Regionalliga-Volleyballern aus Altkloster droht der Abstieg – Marina Cukseeva sieht Restchance

Von Tim Scholz

BUXTEHUDE. Seit dieser Saison coacht die einstige Top-Volleyballerin Marina Cukseeva die Regionalliga-Mannschaft des TSV Buxtehude-Altkloster. Die Buxtehuder sind auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Cukseeva bleibt drei Spieltage vor dem Saisonende relativ gelassen.

Nachdem die Buxtehuder Volleyballer mit einem Heimsieg in die Regionalliga-Saison gestartet waren, seien die Blicke gleich nach oben gegangen, erinnert sich Trainerin Marina Cukseeva. Es wäre keine Neuheit gewesen: Die Mannschaft ist mit dem Thema Aufstieg vertraut. Binnen eines Jahres war sie von der Verbandsliga durch die Oberliga bis in die Regionalliga, die vierthöchste deutsche Spielklasse, vorgestoßen und legte im September vergangenen Jahres einen eindrucksvollen Saisonstart hin.

Fünf Monate später sieht die Realität anders aus. Der TSV Buxtehude-Altkloster ist nach der jüngsten Niederlage gegen Bersenbrück auf den neunten und damit vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Somit droht der Gang zurück in die Oberliga. Marina Cukseeva, einst kasachische Nationalspielerin und Europapokalsiegerin, hatte die Mannschaft im Sommer von Erfolgstrainerin Julia Kaufhold übernommen – ihre erste Station im Männer-Volleyball.

In Hinblick auf den Saisonverlauf spricht Marina Cukseeva von einem „Auf und Ab der Emotionen“. Häufig habe die Mannschaft gut gespielt, aber dann doch knapp verloren. „Uns fehlt die Konstanz“, konstatiert die Trainerin. Die Leistungsschwankungen in den Spielen seien manchmal sehr groß gewesen. Wie am vergangenen Wochenende im engen und umkämpften Spiel gegen Bersenbrück, wo der TSV mehrere Satzbälle nicht verwerten konnte, sich eine Reihe von Fehlangaben leistete und schließlich mit 0:3 unterlag. In der Regionalliga, stellte die Mannschaft fest, werden Fehler gnadenlos bestraft.

TSV-Spieler und Abteilungsleiter Robert Quast betont zwar, dass die Mannschaft eine „positive Entwicklung“ im Saisonverlauf genommen habe. Was aber neben der Konstanz fehlt, sei vor allem die Erfahrung. Mit Ausnahme weniger Spieler ist die Regionalliga Neuland für die Buxtehuder. Zu allem Überfluss wird die Mannschaft laut Quast immer wieder durch beruflich und verletzungsbedingte Ausfälle ausgebremst.

Und dennoch: Marina Cukseeva und Robert Quast wirken trotz des drohenden Abstiegs und einiger personeller Sorgen relativ gelassen. Noch stehen drei Partien aus: Am Sonnabend (19 Uhr) trifft der TSV in der heimischen BBS-Halle an der Konopkastraße auf den Tabellensechsten aus Braunschweig und an den darauf folgenden Spieltagen auf Giesen und Ammerland. Die Hinspiele gegen Braunschweig und Ammerland hatte der TSV bereits gewonnen. Mut macht den Buxtehudern auch, dass der TuS Bersenbrück, der auf dem Relegationsplatz rangiert, das scheinbar schwierigere Restprogramm vor der Brust hat.

So schöpfen Cukseeva Jungs Hoffnung für das Saisonfinale.

Marina Cukseeva ist seit dieser Saison Trainerin des Regionalligisten TSV Buxtehude-Altkloster. Foto Scholz

Zur Person

Marina Cukseeva (53) stammt aus dem heutigen Kasachstan. 1985 gewann die Außenangreiferin den Europapokal der Landesmeister und ab 1989 drei Mal in Folge den Europapokal der Pokalsieger. In der Bundesliga Deutschland gehörte Cukseeva zu den Spitzenspielerinnen. Von 1999 bis 2005 spielte sie für den TV Fischbek (zeitweise VT Aurubis). Cukseeva bestritt 17 Länderspiele für Kasachstan und wurde 2015 mit den deutschen Seniorinnen Ü 50-Weltmeisterin. Tochter Natalia ist Profi-Volleyballerin.

Stader Tageblatt vom 14.02.2017

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