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Juni 20th, 2017

Altkloster holt einen bunten Hund

SPORT REGIONAL, by tz.

Volleyball-Regionalligist aus Buxtehude präsentiert Fabio Bartolone als Trainer – Zuletzt trainierte der 51-jährige den VT Hamburg

Von Günther Schultz

BUXTEHUDE. Fabio Bartolone ist verrückt nach Volleyball. In der kommenden Saison wird der Weltenbummler aus Sizilien die Regionalliga-Männer des TSV Buxtehude-Altkloster trainieren. Dafür hat der 51-Jährige sogar Angebote aus dem Ausland ausgeschlagen.

Wenn die Regionalliga-Volleyballer des TSV Buxtehude-Altkloster am ersten August-Wochenende mit einem Trainingslager in die Saisonvorbereitung starten, wird ein neuer Trainer das Sagen haben. Ercole Bartolone, von allen Fabio genannt, ist so etwas wie ein bunter Hund der Volleyballszene. Der gebürtige Sizilianer, der seine Sportlerkarriere 1980 bei Pauletti Catania begann und es als Zuspieler bis in die zweite Liga gebracht hat, ist schon viel in der Welt herumgekommen.

1995 wurde er Trainer in Catania, später verließ er seiner deutschen Frau zuliebe Italien. In Berlin feierte Bartolone als Jugendtrainer große Erfolge. In der Saison 2002/03 belegte er mit der männlichen Jugend des SC Charlottenburg Rang drei bei der Deutschen Meisterschaft. 2004 führte er das Frauenteam des TSV Rudow in die zweite Bundesliga.

Doch damit nicht genug. Bartolone war danach Trainer beim österreichischen Zweitligisten Sokol Wien und beim späteren Berliner Erstliga-Aufsteiger Köpenicker SC, bevor es den A-Lizenzinhaber vor sechs Jahren zum BC Cuxhaven in die Niederungen der hiesigen Damen-Bezirksliga verschlug. „Das hatte berufliche Gründe“, sagt Bartolone. Er wurde Sportlehrer an der BBS Cuxhaven. Mit Ehefrau Gabriele und Sohn Luca zog er nach Lamstedt, richtete Volleyball-AGs an Cuxhavener Schulen ein und brachte die Jugendarbeit des BCC voran. Das von ihm trainierte Frauenteam stieß bis in die Verbandsliga vor.

„Wenn ich mich engagiere, schaue ich nicht auf die Uhr“

Als ihn 2016 der Ruf des Bundesligavereins VT Aurubis Hamburg ereilte, ließen ihn die Cuxhavener Verantwortlichen nur ungern ziehen. Sie hatten fest auf Bartolone gebaut. Doch auch für ihn lief in Hamburg nicht alles nach Plan. Gesundheitliche Probleme brachten den Trainer nach kurzer Zeit ins Krankenhaus. „Wenn ich mich engagiere, schaue ich nicht auf die Uhr“, sagt Bartolone, „ich habe gemerkt, dass ich dazu neige, zu viel zu machen.“

Jetzt ist der Mann, der von sich selbst sagt, er sei volleyballverrückt, wieder fit und voller Tatendrang, will sich aber nicht mehr zu viel zumuten. Bei den Buxtehudern, wo er die Nachfolge von Marina Cukseeva antritt, leitet er zunächst zwei Einheiten in der Woche. Auf freiwilliger Basis kümmert sich Bartolone auch um die männliche Jugend des Vereins, die eng mit den Nachwuchsvolleyballern des VfL Stade kooperiert. Dort ist sein Spieler Benjamin Tietje für den männlichen Nachwuchs zuständig. Erste Gespräche mit anderen Vereinen der Region, sich an der Kooperation zu beteiligen, laufen bereits.

Bartolone sei es wichtig gewesen, in der Region zu bleiben, wofür er Angebote aus Österreich und der Schweiz ausgeschlagen habe. „Meine ersten Eindrücke von der Mannschaft sind positiv – viel Stimmung, viel Teamwork.“ Sein Saisonziel? „Der Klassenerhalt, diesmal aber mit weniger Stress.“ Dringend gesucht werden ein zweiter Zuspieler und ein weiterer Diagonalangreifer.

Stader Tageblatt vom 20.06.2017

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