volleyball-unterelbe.de

Willkommen in der Volleyball-Region Unterelbe

September 21st, 2012

Bier-Manager feiert im TuS ein Comeback

SPORT REGIONAL, by tz.
Paddy_2012
Abstandhalter
Die Fußballschuhe hat er längst an den berühmten Nagel gehängt. In der kommenden Volleyball-Serie läuft Patrick Seifert aber im Regionalliga-Team des TuS Jork auf. Foto Schultz
Abstandhalter

Volleyball: Patrick Seifert zurück beim TuS Jork

Von Günther Schultz

Jork. Dass mit Angreifer Patrick Seifert, mittlerweile 34 und Familienvater, ein Ehemaliger aus der berühmten Jorker Talenteschmiede von Volleyball-Legende Volker Schwarmann zum TuS zurückkommt, mag erfreulich für seinen Heimatverein sein. Noch interessanter ist aber die Story hinter der Story.
Denn Patrick Seifert, seit jeher ein vielseitiges Sport-Ass und ein „Künstler an Bällen aller Art“, ist in den acht Jahren, die seit seinem letzten Einsatz für den TuS Jork vergangen sind, als Fußballer reüssiert. Regelmäßige Leser des TAGEBLATT-Regionalsports wissen das aus zahlreichen Berichten nur zu gut. „2005, nach einem Benefiz-Kick gegen den Buxtehuder SV, bei dem ich in der Mannschaft des Sponsors mitgemischt habe, hat mich der damalige BSV-Trainer Wolfgang Nitschke angesprochen“, erinnert sich Patrick Seifert. „Ich solle doch mal beim Training vorbeischauen.“
Solche Herausforderungen reizen einen ehrgeizigen Sportler wie Patrick Seifert. Ein Jahr später hatte es der Ballkünstler aus dem Alten Land in die Stammelf des BSV geschafft. Während er unter den Volleyballern stets einer der kleinsten gewesen war – unter den Fußballern ragte der 1,89 Meter große Stürmer heraus. Etliche BSV-Tore der letzten Jahre, und zwischendurch auch einige für den VfL Stade, gehen auf sein Konto. „Ein ausgesprochener Goalgetter war ich nicht, eher der Joker für die wichtigen Tore“, lächelt Seifert. Dass es nicht mehr geworden sind, liegt daran, dass es den Key Account-Manager einer großen Münchener Brauerei zwischen 2007 und 2010 beruflich nach Heidelberg verschlug. Dort heuerte er beim Zweitliga-Aufsteiger TuS Durmersheim wieder als Volleyballer an. „An meine damalige Leistung in der 2. Bundesliga möchte ich wieder anknüpfen. Das ist mein Anspruch“, gibt Seifert als sein persönliches Ziel jetzt beim TuS Jork aus. Reiner Freizeitsport ist nicht sein Ding. „Wenn ich etwas anfange, dann richtig. Ich habe keine Lust, zum Training zu gehen und dann nichts mitgenommen zu haben.“
Mit seinen Trainern liegt er da auf einer Wellenlänge. Auch das aktuelle Jorker Team sagt ihm zu. „Es hat Perspektive. Eine gute Mischung aus routinierten und hochmotivierten Spielern.“ Aber wie kam es nun zum Comeback als Volleyballer? Seifert lacht. „In meiner sportlichen Laufbahn war nicht wirklich alles geplant; man muss auch spontan sein. Ich hatte Rolf Schmitt mal versprochen, wieder dabei zu sein, wenn der TuS in die Regionalliga zurückkehrt. Dieses Versprechen löse ich jetzt ein.“ Am Wochenende wird der als Außenangreifer eingeplante Allrounder allerdings noch nicht für Jork auflaufen können – das Oktoberfest ruft. Für die Bierbranche bedeutet das nämlich: Überstunden.

Stader Tageblatt vom 21.09.2012

Back Top

Comments are closed.