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Dezember 9th, 2011

Der Lenker und Denker

SPORT REGIONAL, by tz.

Martin_Petzold+Elke

Im Hause Petzold geht es mit Elke und Katze kuschelig zu, auf dem Volleyballfeld schont der Zuspieler des TuS Jork, Martin Petzold, keinen – nicht sich, die Mitspieler und schon gar nicht die Gegner. Foto Schultz.

Der Volleyball-Oberligist TuS Jork profitiert von Martin Petzolds Erfahrung und Einstellung

Von Günther Schultz

JORK. Rolf Schmidt, Trainer des Volleyball-Oberligisten TuS Jork, schwärmt von seinem wichtigsten Neuzugang. „Martin ist Denker und Lenker der Mannschaft. Er lebt einen neuen Geist vor, will immer sein Bestes geben, treibt sich und alle anderen zu Höchstleistungen an – auch den Trainer. So einen Volleyball-Spieler findet man nur selten.“ Zuspieler Martin Petzold, 30 Jahre alt, ist eigentlich ein Allrounder, kann außer im Zuspiel auch als Libero oder als Außenangreifer eingesetzt werden.

„Das Volleyballspielen habe ich mit sieben Jahren angefangen und sozusagen von der Pike auf gelernt“, erzählt der gebürtige Rostocker, der in Schwerin aufgewachsen ist und über den SV Verkehrsbetriebe in die Jugend des SC Traktor Schwerin, später Schweriner SC, kam. „Mein Jugendtrainer Horst Holz hat mich geprägt wie kein anderer. Er hat viel Wert auf Technik, Koordination und Bewegungsabläufe gelegt. Was man da gelernt hat, hab ich nie wieder verlernt.“Zum Volleyball abkommandieren, wie in der DDR üblich, musste ihn niemand. „Mein Vater und Bruder haben Volleyball gespielt, das hat mich interessiert. Da bin ich freiwillig mit denen mitgegangen, die dafür aufgrund ihrer Körpergröße ausgesucht wurden.“ Mit der Schweriner Jugend war der heute 1,86 m große Petzold sehr erfolgreich, nahm an neun Deutschen Meisterschaften teil und wurde sechsmal Deutscher Vizemeister. Von der A-Jugend ging es für ihn ohne Umwege gleich in die 2. Bundesliga. „Wer gut genug war, ging zu den Volley Tigers Ludwigslust.“ Petzold war gut genug.Seine spielerischen Fähigkeiten halfen ihm auch nach dem Abitur. Der FC Schüttorf 09 vermittelte ihm eine Ausbildungsstelle als Industriekaufmann. Vier Jahre lang spielte er für die Osnabrücker in der 2. Liga und in der Regionalliga, bevor er zum benachbarten Drittligisten VfL Lintorf wechselte. Dort lernte er seinen heutigen Mitspieler Jan Fitschen kennen. „Als meine Freundin Elke einen Job in Hamburg bekam und ich eine Anstellung bei Interpane in Buxtehude, sind wir hierher gezogen. Zuletzt habe ich beim Eimsbütteler TV gespielt, mir dann aber eine schwere Bänderverletzung im linken Fuß zugezogen, die mich zwei Jahre lang außer Gefecht setzte.“Der Zufall führte ihn wieder mit Jan Fitschen zusammen, der ihm anbot, mal in Jork beim Training vorbeizuschauen. Petzold: „Ich war überrascht, wie ambitioniert hier trainiert wird. Auch in den höheren Ligen habe ich selten so eine intensive Vorbereitung mitgemacht. Das hat mich angesprochen. Freizeitvolleyball ist nichts für mich. Das Training hatte für mich immer einen hohen Stellenwert, früher bei sieben Trainingseinheiten in der Woche, sogar noch vor den Frauen.“ Petzold grinst. „Jedenfalls, bis ich Elke kennengelernt habe.“

Stader Tageblatt vom 09.12.2011

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