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November 4th, 2011

Die Jungen Wilden nehmen die Alten Hasen auf

SPORT REGIONAL, by tz.

Volleyball-Verbandsliga: In Buxtehude ist die alte Rivalität zwischen dem Buxtehuder SV und TSV Altkloster nun Geschichte

Von Günther Schultz

BUXTEHUDE. Ein Stadtderby hat seinen besonderen Reiz. Das ist im Volleyball nicht anders als im Fußball. Wenn in der vergangenen Spielzeit die „Jungen Wilden“ vom TSV Buxtehude-Altkloster auf die „Alten Hasen“ des Buxtehuder SV trafen, dann ging es auf beiden Seiten des Netzes immer höchst motiviert zur Sache. Derby-Siege unter rivalisierenden Vereinen schmecken eben süßer.
In dieser Form ist das jetzt Geschichte. Die seit Jahren personell mit Notlösungen lebenden BSV-Volleyballer mussten sich im Frühjahr vom Spielbetrieb abmelden. Aus unterschiedlichen Gründen standen nicht mehr genügend Spieler zur Verfügung. Das verbliebene Häuflein Aufrechter wandte sich in seiner Not an den Stadtnachbarn TSV – und wurde mit offenen Armen empfangen. „Wir sind sehr nett aufgenommen worden und die Integration der bisherigen BSV-Spielern im TSV-Team ist gut gelungen. Es gab keinerlei Vorbehalte der Jungen gegen uns Alte“, freut sich BSV-Urgestein Udo Langhoff, der das Amt des Spielertrainers auch weiterhin ausübt.

Nils_Stein

Trikottausch: Nils Stein bleibt nach seinem Wechsel von Altkloster I zu Altkloster II in der selben Volleyball-Liga. Foto Schultz

Aus Altklosters erster Mannschaft wechselten Christoph Hermann, Daniel Walz und Nils Stein in das neue Team „TSV II“. Für Stein, seit vier Jahren auch Spartenleiter Volleyball beim TSV, war der vermeintliche Abstieg in die zweite Mannschaft kein Problem. „Das hat gut gepasst, denn der Kader unserer 1. Herren war so groß, dass wir dort nicht viel Einsatzchancen hatten.“ Jetzt spielen weiterhin zwei Buxtehuder Teams in der Verbandsliga – nun aber unter einem gemeinsamen Vereinsnamen. Auch ein Wechsel andersherum, zum BSV, wäre für Nils Stein nicht unvorstellbar gewesen. Der 24-jährige Student der Elektrotechnik denkt da ganz pragmatisch. „Ich hänge schon am TSV und etwas Vereinspatriotismus muss auch sein. Aber nur der TSV und sonst gar nichts, das gibt’s bei mir nicht“, bekennt Stein. „Ich kann durchaus über den Tellerrand blicken, zumal ich vor zwölf Jahren beim BSV mit Volleyball angefangen habe.“
Das aktuelle Gesicht des TSV ist aufgeschlossen gegenüber anderen Vereinen und neuen Ideen. „Mit dem benachbarten TSV Hollern-Twielenfleth, der ebenfalls in unserer Liga spielt, haben wir schon ein gemeinsames Trainingslager abgehalten.“ Davon hätten alle profitiert. Was Nils Stein wichtig ist: Auch wenn er viel von Synergie und dem Gedanken einer lokalen Kräftebündelung in seiner Sportart hält – andere Spieler abzuwerben, passt nicht zu seiner Philosophie.
Stein setzt auf ein attraktives Vereinskonzept und eine nachhaltige Abteilungsstruktur, in der die Jugendarbeit einen hohen Stellenwert hat. Dass Spielerinnen und Spieler der Erwachsenenteams Jugendgruppen trainieren, ist ausdrücklich erwünscht. „Ziel ist es, einmal zwanzig bis dreißig Kinder in der Halle zu haben. Dafür werden wir verstärkt werben“, gibt Stein die Marschrichtung vor. „Derzeit gibt es zwei Jugendgruppen, die beide Spielpraxis in der Nachwuchsrunde sammeln. Die männliche U 20, die ich selber trainiere, startet auch bei Jugendmeisterschaften.“
Rund 150 Volleyballerinnen und Volleyballer üben ihren Sport im TSV Altkloster aus. Neben den Jugend- und zwei Jedermanngruppen, die nicht am Spielbetrieb teilnehmen, gibt es zwei Frauen- und drei Männer-Ligateams. Bei der Ausrichtung von Nachwuchsrunden-Turnieren für die Anfänger und fortgeschrittenen Jugendlichen arbeiten die beiden Buxtehuder Vereine TSV und BSV schon seit Längerem zusammen. „Man kann unter Umständen auch mal über richtige Spielgemeinschaften nachdenken“, meint Nils Stein.

Stader Tageblatt vom 04.11.2011

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