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November 24th, 2011

Die Volleyball-Senioren suchen Nachwuchs

SPORT REGIONAL, by tz.

50 bis 82 Jahre sind die derzeit Aktiven des Buxtehuder SV alt und halten sich mit Spaß fit beim wöchentlichen Volleyballspiel

Spass-Volleyballer

Die alten Spaß-Volleyballer des BSV (von links): Günther Pohl, Ronald Mahnke, Theo Spitz, Eberhard Siewert, Hans-Jürgen Schwarstein, Ewald Lohf, Rainer Holst sowie Jürgen Becker unterm Netz. Foto Bröhan

BUXTEHUDE. Wie jeden Donnerstag pritschen und baggern sie am heutigen Abend auch wieder fleißig von 20 bis 21.30 Uhr, das Schmettern und Blocken wird aus Altersgründen und den entsprechend leicht abgewandelten Regeln nicht mehr praktiziert. Zudem spielen die 50 bis 82 Jahre alten Spaß-Volleyballer des Buxtehuder SV aus Spielermangel seit geraumer Zeit nur noch auf einem kleineren Feld. „Wir brauchen Nachwuchs“, sagt der 72 Jahre alte Gruppenleiter Jürgen Becker und lächelt.
Die Volleyball-Gruppe der Senioren gibt es beim BSV schon seit mehreren Jahrzehnten, vor sechs Jahren hat Becker, auch Übungsleiter der Herz-Rhythmus-Gruppe, die Leitung übernommen. Innerhalb eines Jahres reduzierte sich die Mitspielerzahl von 25 auf 10. Und neue Mitstreiter zu finden, ist schwer, wie Becker feststellen musste. „Viele alte Herren sind stinkfaul und ziehen das Sofa vor“, sagt Becker spaßig. Interessierte sollten also einfach mal vorbeischauen in der Sporthalle an der Halepaghenstraße in Buxtehude. „Uns geht es um Bewegung und Spaß“, sagt Becker. Sportlicher Ehrgeiz sei aber auch noch im Spiel. Rainer Holst ist der „ehrgeizigste und beste Spieler“ der Truppe. Der älteste ist Ewald Lohf mit seinen 82 Jahren. Er ist jeden Donnerstag dabei und „ist immer gut drauf und wird immer besser“.
Keiner der derzeit Aktiven hat zuvor Volleyball gespielt, sie kommen aus den Fußball-, Handball- oder Leichtathletikabteilungen des BSV. Als sich seinerzeit die Gruppe gründete, mussten die alternden Sportler einen Kompromiss finden. Volleyball wurde als die Ballsportart akzeptiert, die einen gewissen Anspruch hat, aber auch noch im höheren Alter gespielt werden kann. „Bei uns muss der Ball drei Mal innerhalb einer Mannschaft gespielt werden“, erklärt Becker die einzige Regeländerung. Dadurch werde sichergestellt, dass das Spiel nicht zu schnell wird und jeder kommt zum Zug.
Neben dem wöchentlichen Volleyballspaß treffen sich die Herren auch ein Mal im Monat zu einem gemütlichen Kneipenbummel und organisieren gemeinsame Freizeitveranstaltungen. Als nächstes steht wieder das traditionelle Grünkohlessen in der Weihnachtszeit an. „Dazu wären die Neuen natürlich auch gleich herzlich willkommen“, wirbt Becker um den „Nachwuchs“.
Übrigens, vielleicht auch ein Argument für die Volleyballtruppe: Frauen sind in der Männergruppe nicht erlaubt. (jb)

Stader Tageblatt vom 24.11.2011

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