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April 30th, 2014

Ende des Leistungssports

SPORT REGIONAL, by tz.

Die Regionalliga-Volleyballer des TuS Jork stellen den Spielbetrieb ein – Mannschaftssterben geht weiter

Von GÜNTHER SCHULTZ

Ausgeblockt: Die Volleyballer des TuS Jork waren in dieser Regionalliga-Saison sehr erfolgreich – und können für die nächste keine Mannschaft mehr stellen. Foto Iso Jürgens (Archiv)

 

JORK. Es war nur eine lapidare Drei-Zeilen-Meldung, doch sie hatte es in sich. „Mit Bedauern muss ich mitteilen, dass der TuS Jork seine Herrenmannschaft aus der Regionalliga zurückzieht. Der Verein wird auch keine Mannschaft für eine darunter angeordnete Spielklasse zur Verfügung haben.“ So informierte Teamchef Rolf Schmitt am Montag den Niedersächsischen Volleyballverband (NVV), zwei Tage vor Ablauf der Meldefrist. Der TuS Jork hat somit auch das letzte Team vom Spielbetrieb abgemeldet.

Bedeutet: Die eh kriselnde Volleyball-Szene im Landkreis Stade verliert auch noch seinen Primus. Was sich in den vergangenen Wochen bereits angedeutet hatte (das TAGEBLATT berichtete), ist nunmehr offiziell: Der traditionsreiche Volleyballstandort Jork ist fast vollständig von der Landkarte verschwunden. Wo in den neunziger Jahren und zu Beginn der 2000er Jahre noch gut ein halbes Dutzend Mannschaften aktiv waren und sowohl die 1. Herren- als auch die 1. Damen-Mannschaft in der Regionalliga die Zuschauer begeisterten, existiert jetzt nur noch ein Jugendteam, das in der Unterelbe-Nachwuchsrunde seine erste Spielerfahrung sammelt.

Bereits vor einem Jahr hatte es Schmitt schwer gehabt, noch eine Mannschaft zusammenzubekommen, deren Spieler regelmäßig am Spielbetrieb teilnehmen konnten. Nur durch Last-Minute-Zugänge wie Ayk Bielke, Nils Kluge und Tim Strohschein konnte die Mannschaft noch gerettet werden – doch dieses Wunder ließ sich nicht wiederholen. Wie in vielen Volleyballvereinen der Region zu beobachten, war das Jorker Team im Schnitt bereits überaltert. Junge Talente wie Eigengewächs Finn Schwarmann konnten nicht gehalten oder angelockt werden und wanderten nach Hamburg ab. Die meisten TuS-Spieler, die mit Rücksicht auf Gesundheit, Familie und Beruf nicht mehr voll dabeibleiben wollten, aber damit auch nicht mehr das Grundgerüst für ein spielfähiges Team sein konnten, ziehen jetzt die bittere Konsequenz und beenden ihre sportliche Laufbahn. „Benjamin Behr, Ayk Bielke und Sönke Meyer würden gerne weiterspielen“, weiß Rolf Schmitt. Wo, bleibt ungewiss.

Sechstklassig

Buxtehuder Teams sind nun die Besten im Kreis

LANDKREIS. Nach der Aufgabe des TuS Jork ist die Sportart Volleyball in der Unterelbregion nur noch sechstklassig vertreten: Weder in der 1. bis 3. Liga noch in Regional- oder Oberliga spielt in der nächsten Saison eine Mannschaft aus dem Landstrich zwischen Cuxhaven und dem Alten Land.

Erst in der Verbandsliga können dann heimische Teams wie bei den Frauen der Buxtehuder SV oder der gerade aufgestiegene BC Cuxhaven angefeuert werden. In der Männer-Verbandsliga hält nach dem Rückzug des TSV Hollern-Twielenfleth nach dieser Saison allein noch der TSV Buxtehude-Altkloster die Fahne hoch. Wer höherklassigen Sport sehen will, wird nach Hamburg oder Bremen ausweichen müssen.   (tz)

Stader Tageblatt vom 30.04.2014

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