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April 24th, 2014

Nach erfolgreicher Saison in eine ungewisse Zukunft

SPORT REGIONAL, by tz.

Die Regionalliga-Volleyballer des TuS Jork werden sehr wahrscheinlich eine Liga tiefer melden – Sogar eine Auflösung droht 

Von GÜNTHER SCHULTZ

JORK. Obwohl die Volleyballer des TuS Jork eine total erfolgreiche Regionalliga-Saison gespielt haben, in der das ursprünglich gesetzte Saisonziel Klassenerhalt mit Platz 3 weit übertroffen wurde, kam am Ende negative Stimmung in der Mannschaft auf. Nicht alle Spieler sollen zu ihrem Wort gestanden haben, das sie vor der Saison gaben. Sie sollen nicht verlässlich mitgeholfen haben, noch mehr zu erreichen.

Nun brodelt die Gerüchteküche. Das Team, so heißt es in der Volleyballszene, wolle sich Bundesliga-Aufsteiger SVG Lüneburg anschließen. Was die Betroffenen eher amüsiert. „Das läuft nicht“, so Teamchef Rolf Schmitt kurz und bündig. Volleyballspartenleiter Axel Schuback stellt klar: „Zwei höherklassige Vereine, darunter die SVG, haben bei uns vorgefühlt, ob unser Ligaplatz für ihren Unterbau zu haben wäre. Auf unserer letzten Mannschaftssitzung fand sich aber keine Mehrheit dafür, nach Lüneburg zu wechseln und das Regionalliga-Spielrecht übertragen zu lassen. Oder dafür, dass SVG-Spieler pro forma zum TuS Jork wechseln, die dann weiter in Lüneburg trainieren, dort ihre Spiele austragen und ein Jahr später bei einem Rückwechsel den Ligaplatz mitnehmen.“ 

Nach diesem Modell hatte der TuS Jork 2005 das Regionalliga-Spielrecht seines aufgelösten Frauenteams dem USC Braunschweig zugeschustert – eine vom Reglement gedeckte Mogelpackung, die schon damals so manchen Volleyball- und Sportinteressierten sportlich fragwürdig erschien. Wie auch jetzt den Jorker Herren. „So etwas wird von uns abgelehnt“, macht TuS-Spieler Thorsten Kück deutlich.

Doch wie soll es nun weitergehen? „Die letzte Entscheidung ist noch nicht gefallen“, sagt Abteilungsleiter Schuback. Meldeschluss für die Regionalliga ist der 30. April. Bis dahin müsste laut Schuback allerdings ein kleines Wunder geschehen: „Lediglich vier unserer Spieler konnten bisher zusagen, in der kommenden Saison bei allen Spielen dabei zu sein. Alle anderen können aufgrund familiärer, beruflicher Verpflichtungen oder aus Studiengründen nur unregelmäßig am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen. Wir brauchen also noch bis zu sechs Neuzugänge, die in der Lage sind, alle Termine wahrzunehmen.“

Andernfalls droht der Rückzug der Mannschaft in die Oberliga – oder sogar die Auflösung. Schuback: „Nur noch just for fun zu spielen, reicht nicht allen von uns.“

Eine Spielgemeinschaft mit Nachbarvereinen wie dem TSV Hollern-Twielenfleth, der seine Verbandsliga-Mannschaft ebenfalls aus personellen Gründen in die nächsttiefere Spielklasse zurückziehen muss, ist mittlerweile kein Thema mehr. „Da gibt es kaum positive Resonanz. Jeder Verein hier in der Region pflegt seine eigenen Interessen“, stellt Schuback ernüchtert fest.  

Stader Tageblatt vom 24.04.2014

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