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März 8th, 2014

Sabine Oelker von der SG Bremen-Nord im Interview

NEWS, by tz.

„Es ist alles gesagt“

Von Tobias Dohr

Die abstiegsbedrohten Verbandsliga-Volleyballerinnen der SG Bremen-Nord kämpfen am heutigen letzten Spieltag der Saison 2013/14 in eigener Halle um den Relegationsplatz. Das Team um Mannschaftsführerin Sabine Oelker geht als Außenseiter in das Fernduell mit Bremen 1860 und Zeven und verspürt vor den Begegnungen mit dem Buxtehuder SV und Eiche Horn II (ab 15 Uhr, Lerchenstraße) keinerlei Druck. Dennoch hat sich das Team noch lange nicht aufgegeben, wie Oelker im Gespräch mit Tobias Dohr verrät.

Volleyball-Verbandsliga: SG Bremen-Nord - SG Arminia Rechterfelde: Anika Lohmann (14), Sabine Oelker (7), Tina PendzichSabine Oelker (Nummer 7) und die Volleyballerinnen der SG Bremen-Nord tragen heute ihre abschließenden Meisterschaftsspiele der Saison 2013/14 aus. Sie können sich höchstens noch auf den Relegationsplatz retten. Dafür ist wenigstens ein Sieg notwendig. Foto: Tobias Dohr

Ist die Stimmung vor dem alles entscheidenden letzten Spieltag angespannt oder doch eher locker?

Sabine Oelker: Es ist eigentlich kaum zu glauben, aber im Moment ist die Stimmung sehr gelöst. Es wird im Training viel gelacht, und wir freuen uns auf den Spieltag.

Wie trainiert man eigentlich vor einem Doppelspieltag, an dem beide Partien gewonnen werden müssen? Gibt man da Vollgas oder geht es eher um psychologische Aspekte?

Im Moment trainieren wir ganz normal, wie vor allen anderen Spieltagen auch. Wir versuchen, uns so wie gewöhnlich vorzubereiten. Wir trainieren nichts Neues mehr und versuchen auch nicht, noch irgendwelche Umstellungen vorzunehmen, um eventuell anderweitig auftrumpfen zu können.

Die SG Nord hat schon im vergangenen Jahr den Klassenerhalt über den Umweg Relegation geschafft. Ist das jetzt vielleicht sogar ein Vorteil?

Sagen wir mal so, es ist für uns keine neue Situation. Wir hätten natürlich gerne darauf verzichtet, uns nur noch über die Relegation retten zu können – wenn wir diesen Platz denn überhaupt erreichen.

Muss der Trainer in der Teambesprechung am Sonnabend überhaupt noch viel sagen ?

Es ist alles gesagt. Jede Spielerin hat den möglichen Relegationsplatz im Kopf. Aber wir haben auch gemeinsam besprochen, dass wir, egal wie es am Ende ausgehen wird, für uns selbst und für die Zuschauer zwei möglichst gute Spiele abliefern und noch einmal zeigen wollen, was wir können. Wir haben in dieser Saison so viele Spiele sehr unglücklich verloren, die wir auch genauso gut hätten gewinnen können. Und in all diesen Spielen haben wir uns quasi selbst geschlagen, indem wir immer wieder unseren Kopf eingeschaltet haben. Bestes Beispiel ist der letzte Spieltag gegen Delmenhorst. Insofern bringt die beste Ansprache des Trainers wahrscheinlich nichts mehr.

Was erwarten Sie als Mannschaftsführerin von dem Team?

Ich erwarte von uns allen, dass wir uns von unserer besten Seite präsentieren und einfach noch einmal eine Menge Spaß haben werden.

Ärgert sich die Mannschaft nicht, dass sie mit einem Sieg im Hinspiel gegen Bremen 1860 schon fast alles hätte klar machen können?

Wenn es nur das eine Spiel wäre, über das wir uns ärgern müssten, dann wäre das schön. Aber es gibt ja leider noch weitere Spiele, mit denen man hadern kann. Aber nun müssen wir das Beste daraus machen.

Zeven und Bremen 1860 stehen noch vor Ihrer Mannschaft. Die SG Bremen-Nord hat das beste Satzverhältnis, dafür 1860 aber das wohl leichteste Spiel. Wird es am Sonnabend telefonischen Kontakt in die anderen Hallen geben, oder lassen Sie sich überraschen?

Direkt in die anderen Hallen werden wir keinen Kontakt haben, das würde zu viel Unruhe bringen. Aber ich denke, wenn wir unsere Spiele beendet haben, werden wir doch recht schnell unsere Handys nehmen und im Internet die aktualisierte Tabelle begutachten.

Sie haben sowohl gegen Buxtehude als auch gegen Horn die Spiele der Hinrunde verloren. Warum wird es diesmal für die SG Bremen-Nord klappen?

Diesmal klappt es hoffentlich, weil wir an diesem letzten Spieltag eigentlich nur noch gewinnen können und nichts mehr zu verlieren haben. Deshalb könnten wir locker sein. Keiner rechnet mehr so richtig mit uns. Genau das könnte unser Vorteil im Kampf gegen den Abstieg sein.

Wie geht es bei der SG Nord weiter? Bleibt die Mannschaft zusammen?

Das werden wir erst besprechen, wenn wir die Saison beendet haben. Also erst nach diesem Samstag.

Würde der Abstieg irgendetwas daran ändern?

Ob und wie wir weiter zusammen spielen, wird auf jeden Fall nicht von der Ligazugehörigkeit abhängig sein.

Bis auf Mareike Dohr alle Spielerinnen fit

n Mit zwei Siegen in den letzten vier Spielen haben sich die Volleyballerinnen der SG Bremen-Nord doch noch ihr erhofftes „Finale“ erkämpft. Am letzten Spieltag der Saison 2013/14 geht es gegen den Tabellendritten Buxtehuder SV und den -fünften TV Eiche Horn II. Mit zwei Siegen ist der Relegationsplatz auf jeden Fall erreicht. Doch ein Sieg könnte auch schon reichen. Für Horn geht es um nichts mehr, das könnte zum Vorteil für die Mannschaft von Michael Sörgens werden. „Von der Spielanlage her ähneln wir uns sehr. In der Vergangenheit waren es immer sehr spannende Spiele.“ Buxtehude dagegen bezeichnet der SG-Trainer als Wundertüte. „Mal hat die Mannschaft zwölf Spielerinnen auf der Platte, dann wieder nur sieben.“ Buxtehude hat noch Chancen auf den Relegations-Aufstiegsplatz. Lediglich hinter dem Einsatz von Mareike Dohr steht ein Fragezeichen. Alle anderen Spielerinnen der SG Bremen-Nord sind fit. „Die Mädels sind gut drauf“, kündigt Sörgens an. (td)

WESER KURIER vom 08.03.2014

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