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November 29th, 2010

TuS Jork bleibt Platzhirsch

NEWS, SPORT REGIONAL, by tz.

Die_Spieler_des_TuS_Jork

Die Spieler des TuS Jork bejubeln ihren Sieg gegen den TSV Buxtehude-Altkloster in der Verbandsliga. Foto Wisser

Volleyball-Verbandsliga: Jork zu stark für den TSV Buxtehude-Altkloster – TuS bleibt Tabellenführer

Günther Schultz

Buxtehude. Am großen Verbandsliga-Derbytag der Volleyball-Männer in Buxtehude sahen fast 100 Volleyballbegeisterte das Aufeinandertreffen dreier völlig unterschiedlicher Mannschaften. Am Ende setzte sich der TuS Jork mit Siegen gegen den Buxtehuder SV und den aufstrebenden TSV Buxtehude-Altkloster durch und festigte dabei die Tabellenführung in der fünften Liga.
Die unterschiedlichen Mannschaften: Hier die Gastgeber – eine junge, dynamische und noch erfolgshungrige Truppe des TSV, die gerade im Kommen ist. Dort die im Schnitt anderthalb Jahrzehnte älteren Routiniers vom Buxtehuder SV, für die Volleyball bei allem Ehrgeiz nur noch Ausgleichssport ist, um das sich abzeichnende Wohlstandsbäuchlein in Schach zu halten. Und als Dritte im Bunde die großgewachsenen, athletischen Jorker, die vor nicht allzu langer Zeit selbst mal die „jungen Wilden“ waren, sportlich inzwischen schon viel erreicht haben und jetzt in der Region das Maß aller Dinge sind.
Die BSV-Herren starteten gut in ihren Direktvergleich mit dem TSV, hatten sich im ersten Durchgang bereits einen Satzball erkämpft, verloren nach fulminantem Schmetterball von Altklosters herausragendem Diagonalangreifer Scott Wenzel (20) aber noch knapp mit 24:26. Danach mussten sich die stark ersatzgeschwächten BSVer schon bald Altklosters Angriffsdruck beugen (17:25, 21:25). BSV-Spielertrainer Udo Langhoff, selbst noch verletzt: „Wir hätten gern mehr Gegenwehr geleistet, sind im Moment personell aber ziemlich gebeutelt.“
Im mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen wies der sportliche Platzhirsch TuS Jork seinem Herausforderer Altkloster ebenfalls mit 3:0 in die Schranken (25:14, 25:16: 24:14). Dabei zeigte sich rasch, dass nicht körperliche Überlegenheit den Unterschied machte (beide Teams konnten zum Teil über zwei Meter große Blockspieler stellen), sondern Erfahrung und mentale Stärke. Während die jederzeit selbstbewusst und konzentriert auftretenden Jorker auch in Bedrängnis stets eine Lösung fanden, begingen die ungestümen Altklosteraner selbst in aussichtsreicher Position zu viele Fehler. „Da waren meine Jungs schlicht übermotiviert“, räumte TSV-Trainer Detlef Wenzel ein, dem das Kunststück gelungen ist, innerhalb von nur zwei Jahren aus einer technisch und taktisch ungeschliffenen Youngstertruppe, die in der untersten Klasse ständig verlor, ein aufstrebendes Siegerteam zu machen, dem immer noch der Durchmarsch in die Oberliga gelingen kann. Wenzel: „Wir spielen um Platz zwei mit.“ In die Oberliga zurück will auch der enteilte Spitzenreiter Jork. „Es geht wieder aufwärts mit dem TuS“, meint Erfolgstrainer Rolf Schmitt.
Unerwarteter Rückschlag dagegen für einen anderen Konkurrenten. Der TSV Hollern-Twielenfleth unterlag, personell dezimiert, überraschend mit 2:3 beim Vorletzten Lesum-Burgdamm.


Detlef_WenzelDrei Fragen an

Detlef Wenzel, Volleyball-Trainer des TSV Buxtehude-Altkloster

Das Volleyball-Märchen hat noch mehr Potenzial

Beim BSV war die halbe Mannschaft ausgefallen. Was kann sich Ihr Lokalrivale im Rückspiel ausrechnen?
Es war offensichtlich, dass der Gegner Personalprobleme hatte. Aber von der ganzen Performance her würde ich sagen, dass der BSV gegen uns auch in Bestbesetzung keine Chance hat. Meine Spieler sind jünger, beweglicher.

 

Nach dem Match gegen den TuS Jork sprach ihr Trainer-Kollege Rolf Schmitt von einem Zweiklassen-Unterschied – wie sehen sie den Unterschied?
Die Jungs waren nervös und haben viel zu viele Fehler gemacht. Sie müssen erst lernen, mit dem Druck in solchen Spielen umzugehen. Das ist ein Prozess. Der TuS Jork ist da viel erfahrener. Aber man hat gesehen, die haben uns schon ernst genommen.

TSV-Sprecher Jan-Erik Meyer bezeichnet es als Volleyball-Märchen, was zurzeit im Verein Altkloster passiert. Was sagen sie als Hauptverantwortlicher dieses Volleyball-Märchens?
Als ich die Mannschaft 2008 zum ersten Mal sah, habe ich sofort gemerkt, welch ein Potenzial in ihr steckt. Die Erfolge ließen auch nicht lange auf sich warten. Jetzt haben wir bereits einen Junioren-Auswahlspieler in unseren Reihen, der für den VC Olympia mit Doppelspielrecht auch in der Regionalliga antreten darf.
(Gemeint ist damit der 18-jährige und 2,04 Meter große Michael Schlien aus Guderhandviertel – die Red.).

Stader Tageblatt vom 29.11.2010

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