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November 21st, 2011

TuS Jork dreht schon verloren geglaubtes Spiel

SPORT REGIONAL, by tz.

Volleyball-Oberliga: Der Aufstiegsaspirant verliert erstes Spiel unerwartet deutlich und kämpft sich zurück gegen zweiten Gegner

JORK. Und plötzlich floß Blut. Böser hätte der Heimspieltag der Jorker Volleyballer nicht beginnen können. In der Oberliga-Begegnung gegen den druckvoll startenden DJK Füchtel Vechta lief die Mannschaft von TuS-Trainer Rolf Schmitt gleich einem Rückstand hinterher.
Beim Stand von 14:18 geschah es: Bei einer Rettungsaktion in der Abwehr stießen die TuS-Spieler Michael Dodenhoff und Sönke Meyer so unglücklich zusammen, dass Dodenhoff mit einer etwa drei Zentimeter langen, stark blutenden Fleischwunde am Kopf vom Feld ging. Erste Hilfe musste geleistet, ein Turban à la Dieter Hoeness angelegt und das Spielfeld gesäubert werden. „Dem Spielfluss war das sicherlich nicht zuträglich“, so Rolf Schmitt. Das Spiel der Heimmannschaft war nun vollends zerfahren.
Der erste Satz ging klar an Vechta. Selbst wenn sich Jork in den Folgesätzen deutlich steigern konnte – an diesem Tag war für die Altländer der Wurm drin. Hauptsächlich in der Annahme unterliefen ihnen Fehler, mit denen sich die Mannschaft immer wieder selbst ausbremste. So kam sie zwar noch zweimal in die Nähe eines Satzgewinns, musste sich am Ende aber völlig unerwartet mit 0:3 geschlagen geben (16:25, 23:25, 23:25). Schlimmer noch: Auch in der Folgepartie gegen den Bundesliga-Nachwuchs des VCB Tecklenburger Land lag der TuS Jork nach zwei mit 20:25 und 19:25 verlorenen Durchgängen schier aussichtslos zurück. „Es muss doch eine Formation geben, die heute funktioniert“, fragte sich Trainer Schmitt verzweifelt. Und tatsächlich fanden sich noch Spieler mit dem Sieger-Gen, allen voran der wiedergenesene Angreifer Markus Staebner. Zusammen mit Zuspieler Martin Petzold führte er seine Truppe noch zum Erfolg. Die Jorker bewiesen Moral und kämpften um jeden Ball – in der Feldabwehr zur Not auch mal mit dem Fuß. Einen Matchball der Gäste wehrten sie ab, gewannen Durchgang drei hauchdünn mit 26:24 und kamen anschließend mit 25:20 zum Satzausgleich.
Angetrieben von der begeistert mitgehenden Kulisse siegte Aufstiegsaspirant Jork noch mit 3:2 (Tiebreak 15:8). „Man kann mal fallen, aber man muss auch wieder aufstehen können“, freute sich Rolf Schmitt über wenigstens zwei gerettete Punkte.

Stader Tageblatt vom 21.11.2011

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