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März 10th, 2014

Volleyball-Verbandsliga

SPORT REGIONAL, by tz.

SG Bremen-Nord steigt ab

Von Tobias Dohr

Vegesack. Es hat nicht ganz gereicht. Obwohl die Volleyballerinnen der SG Bremen-Nord am letzten Spieltag den Buxtehuder SV (3:2) und den TV Eiche Horn II (3:1) bezwangen, müssen sie aus der Verbandsliga absteigen. Es hatte lange Zeit danach ausgesehen, als ob das kleine Wunder doch noch wahr werden würde. Doch dann kam telefonisch die ernüchternde Information über das Ergebnis der Konkurrenz. SG Nord - BSV, März 2014

Bitter für die SG Bremen-Nord: Aus den abschließenden Saisonspielen gegen Buxtehude (Foto) und Bremen-Horn holte sie fast das Optimum heraus, zum Verbandsliga-Klassenerhalt reichten die Punktgewinne aber nicht mehr. (td) © tobias Dohr
 
Michael Sörgens behielt Recht. Im Vorfeld des letzten Spieltages der Verbandsliga-Volleyballsaison 2013/14 hatte sich der Trainer der SG Bremen-Nord festgelegt: Die Partie gegen den Buxtehuder SV würde sein Team mit 3:2 gewinnen, anschließend gäbe es einen 3:1-Erfolg über den TV Eiche Horn II. So kam es tatsächlich. Was Sörgens nicht einkalkuliert hatte: Konkurrent Bremen 1860 siegte mit 3:1 in Rechterfelde – und bleibt mit einem Punkt Vorsprung gegenüber den Nordbremerinnen auf dem begehrten Relegationsplatz.
 
SG Bremen-Nord – Buxtehuder SV 3:2 (26:24, 26:24, 16:25, 15:25, 15:11): Die Gastgeberinnen starteten optimal, führten schnell mit 7:2 und blieben bis zum 22:19 in Führung. Doch dann glich Buxtehude zum 22:22 aus, und nach der Abwehr eines Satzballs war es die starke Tina Pendzich, die mit zwei Angriffspunkten den Satz zumachte.
 
„Wie eine Gummiwand“
 
Im zweiten Durchgang legten die SG-Damen noch zu. Inga Waldoch, Sabine Oelker und Tina Pendzich spielten in Bestform, und da auch Anabelle Schwarz und Katharina Holz ihre Punkte machten, waren die Sörgens-Schützlinge in dieser Phase kaum zu bremsen. Doch im Anschluss an ein 18:11 und 24:21 wurde es noch einmal spannend. Waldoch rettete mit einem Flatteraufschlag die 2:0-Satzführung. Bis zum 11:11 blieb es auch im dritten Durchgang eng. Dann kehrte plötzlich die Annahmeschwäche zurück, die die SG-Damen bis hierhin nicht gezeigt hatten. Doch im Tiebreak rissen sich die Gastgeberinnen zusammen, wechselten mit einer 8:7-Führung die Seiten und blieben danach einen Punkt vorne. Einen Schwarz-Aufschlag verwertete Pendzich schließlich zum Sieg.
 
SG Bremen-Nord – TV Eiche Horn II 3:1 (25:21, 17:25, 29:27, 25:19): Trotz des Kräfte zehrenden ersten Spiels war die Motivation der SG-Damen ungebrochen. Eine frühe 6:2-Führung gab zusätzliche Sicherheit. Aus einer stabilen Annahme heraus verteilte die starke Zuspielerin Sabine Oelker die Bälle variabel an die Angriffsspielerinnen. „Volleyball kann so einfach sein“, sagte Sörgens. Bis zum 16:16 war es eng geblieben, dann brachte eine Aufschlagserie von Linda Schulken die Entscheidung.

Nach der 14:11-Führung im zweiten Durchgang nahm sich die SG eine kleine Auszeit, als sie die gegnerischen Aufschläge nicht kontrolliert bekam. Doch im dritten Satz zogen die Sörgens-Schützlinge wieder ihr Ass: den schier unbändigen Einsatzwillen. „Meine Mannschaft hat wie eine Gummiwand gearbeitet“, bemerkte der SG-Trainer. Beim 9:11 kam Maren Böttjer aufs Feld, die sich mit starker Blockarbeit perfekt einfügte und den Satz maßgeblich mitentschied.

Im vierten Satz sorgte Katharina Holz mit einer weiteren Aufschlagserie für die erstmalige Führung (11:10). Durchdachte Rückraumangriffe von Pendzich und weitere starke Angaben von Inga Waldoch machten den Matchgewinn perfekt. Die Mannschaft lag sich anschließend jubelnd in den Armen – zu diesem Zeitpunkt war der Relegationsplatz tatsächlich erreicht.

Erst als das Ergebnis vom einzig noch verbliebenen Konkurrenten Bremen 1860 bekannt wurde, machte sich Enttäuschung breit. Denn die Stadtbremerinnen hatten mit 3:1 in Rechterfelde gewonnen, mit zum Teil extrem knappen Satzergebnissen. Wäre es ein 3:2 geworden, hätte es gereicht für das Sörgens-Team. „Mehr war nicht drin. Die Mannschaft hat alles gegeben“, sagte Sörgens und versuchte, seine Gefühlslage nicht zu sehr vom Abstieg, sondern von der starken Leistung seines Teams am letzten Spieltag abhängig zu machen: „Das war heute Werbung für das Damen-Volleyball.“

SG Bremen-Nord: Oelker, Holz, Schulken, Pendzich, Böttjer, Waldoch, Lohmann, Janßen, Schwarz, Dohr.

WESER KURIER vom 10.03.2014

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