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April 1st, 2014

VSG Altes Land verpasst den Aufstieg

SPORT REGIONAL, by tz.

Volleyballerinnen verlieren abermals Relegation

 
Hauptangreiferin der VSG Altes Land, Verena Scherer, machte wie ihre Kollegin Tanja Humpf ein gutes Spiel. Am Ende reichte es aber nicht. Foto Schultz
 

STEINKIRCHEN. Als die VSG Altes Land vor drei Jahren zum letzten Mal zuhause eine Qualifikation zur Volleyball-Verbandsliga bestritt, hatten die gegnerischen Fans noch Oberhand. Diesmal füllten fast 200 Zuschauer aus der Region die Sporthalle Steinkirchen und feuerten das heimische Team bedingungslos mit dem Schlachtgesang „Seven Nations Army“ an. Sie sahen ein gutes Qualifikationsspiel zwischen den Lokalmatadorinnen und dem anderen Vizemeister der parallelen Landesligastaffel, TuS Altwarmbüchen. Nur: Die VSG verlor einmal mehr.

Zunächst zeigte sich die Heimmannschaft von der großen Kulisse, den eigenen Fans, zu sehr beeindruckt. Die Altländerinnen starteten in den ersten Sätzen sehr schlecht in die Partie und gaben beide nach hohen Anfangsrückständen relativ deutlich ab (19:25, 15:25).

Das Bild änderte sich schlagartig im dritten Durchgang, als das Altländer Team begann, sicherer und forscher aufzutreten. Als der Satz knapp mit 25:23 gewonnen und Mitte des vierten Durchgangs eine 17:10-Führung herausgespielt war, sah alles danach aus, als ob der Gegner noch in die Tiebreak gezwungen werden könnte. Doch der Gast aus Altwarmbüchen nutzte die Annahmeschwächen der VSG geschickt aus und holte sie mit einer Aufschlagserie wieder ein, konnte danach sogar vorbeiziehen. Am Ende besiegelte eine unglückliche Ballabwehr zum 21:25 die 1:3-Niederlage des Heimteams, das damit in der Landesliga verbleibt. Der TuS Altwarmbüchen hingegen schaffte den Aufstieg in die Verbandsliga. Im Anschlussmatch bezwang das abwehrstarke TuS-Team den Relegationsteilnehmer aus der höheren Liga, VSG Hannover II, klar mit 3:0 (25:13, 25:28, 26:24). Spätestens da dürften die Altländerinnen gemerkt haben, wie real diesmal die Chance eines Erfolgs gewesen wäre.

Erfolglos blieben auch die Volleyball-Frauen des TuS Harsefeld. In der Relegation zur Bezirksliga verloren sie gegen den TuS Elsdorf mit 1:3 (16:25, 25:18, 21:25, 23:25) und müssen nun in der Bezirksklasse neu beginnen.

Drei Fragen an

Stephan Marquard, Volleyball-Trainer der VSG Altes Land

„So ein Alles-oder-nichts-Spiel kann man verlieren“

Herr Marquard, zum dritten Mal erfolglos geblieben – wie groß ist der Frust?
Natürlich ist das ärgerlich. Wir sollten beim Verband die Eingabe machen, dass drei Relegationsteilnahmen automatisch zum Aufstieg führen. Aber aufgrund unseres kleinen Kaders hatten wir vor der Saison nur den Ligaerhalt zum Ziel. Wenn wir gesagt hätten, wir wollen aufsteigen, dann wären wir die Spiele, die wir in der Saison verloren haben, anders angegangen und Erster geworden. Dass man jetzt vor weit über 100 Zuschauern so ein Alles-oder-nichts-Spiel verlieren kann, das ist legitim. Kein Vorwurf an die Mannschaft.
Lag es an der Kulisse, dass die Mannschaft so nervös startete?
Ja, so ein Spiel war für uns ungewohnt. Die Spielerinnen schafften es nicht, diese Kulisse zu genießen, waren nicht voll dabei. Da passierten auch viele Aufschlagfehler; das können sie normal besser. In der Vorbereitung waren alle viel besser, haben gut trainiert. Auch die Spielerinnen, die ich aus der 2. Mannschaft dazu geholt habe. Allerdings konnten wir nicht auf dem Großfeld trainieren, auf dem dann gespielt wurde. Ein Nachteil für das Heimteam.
Sahen Sie im Spiel auch Positives?
Ab dem dritten Satz, als wir ins Match reingefunden hatten, haben wir endlich richtig Volleyball gespielt. Wie meine Damen in der Feldabwehr die Bälle im Spiel gehalten haben, verdient großes Lob – allerdings auch der Gegner. Die Zuschauer haben einen super Kampf beider Teams gesehen. Das hat Spaß gemacht.   (tz)

Stader Tageblatt vom 01.04.2014

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